Hey Uni

Dokumentarische Serie (18x 15min)

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Hier gibt es alle Folgen online zum anschauen.

[Synopsis]

HEY UNI – das sind 18 rasant schnell erzählte Kurzfilme.

Über ein Jahr hinweg folgt die dokumentarische Serie 5 Studentenleben - immer dicht an den jungen Menschen, die gerade mit der Schule fertig geworden sind und jetzt voll ins Studium stolpern. Die erste Herausforderung heisst: Sich zurechtfinden.

Elena muss ihr Studium der Geowissenschaft mit Kind meistern, sie ist erst 19 und eher aus Versehen schon Mutter geworden, gut dass es die Großeltern gibt, mit Georg, dem Vater möchte sie gerne zusammenziehen, aber es kriselt gewaltig und dabei fordern Physik, Chemie und die Mischungslücke eigentlich schon ihre ganze Konzentration.

Pratheek, in Indien geboren, will sich nebenher den Traum von der eigenen Bar mitten im Münchner Szeneviertel verwirklichen. Er ist 20 Jahre alt und Studiert VWL in Augsburg, aber eher als Fernstudium. München, seine Freunde und die Bar sind der Lebensmittelpunkt. Immer auf der Jagd nach den nötigen Credit Points wird er zum Meister des effektiven Studierens. Ihm ist klar, dass nach seinem Studium die Arbeitswelt ihm die Freiheit nicht mehr bieten wird.

Auch die in Moldawien geborene Israelin Veronica muss viel unter einen Hut bringen, sie ist erst seit einem Jahr in München, spricht schon erstaunlich fließend Deutsch und ist ehrgeizig. Überall und immer lernt sie, denn die Zeit ist knapp, muss sie sich doch das Studium ganz alleine finanzieren. Gott sei Dank sieht sie toll aus und verdient sich mit Modelling ein gutes Taschengeld. Als sie unter die 10 schönsten Münchnerin gewählt wird, wähnt sie sich ganz weit vorn.
Ihre Kommilitonin Fabienne verliert schon mal den Überblick über ihre WG-Mitbewohner. Sie kommt aus Bingen und hat sich für München und für Medizin entschieden. Die gebürtige Rheinländerin ist die einzige aus ihrem Freundeskreis, die sich so weit weg von der Heimat gewagt hat, aber einmal im Jahr geht’s zurück ins Rheinland und dann wird Karneval getanzt.

Luca beginnt sein Studium der Kunstpädagogik, er hat sich viel Gedanken über ein richtiges Leben gemacht, für ihn gestaltet sich aber erstmal als größte Hürde den richtigen Raum auf dem Uni Campus zu finden. Er ist Künstler, hat beim Malen einen eigenen Stil, macht Radiosendungen und ist politisch engagiert. Pratheek, Elena, Veronica, Fabienne und Luca treten mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Voraussetzungen an, trotzdem verbindet sie eines: Alles steht auf Anfang.

[Trailer]

[Stab]

Regie: Alexander Riedel
Kamera: Tobias Tempel, Tim Kuhn, Alexander Riedel
Ton: Björn Rothe, Lorenz Kainz

Dramaturgie: Bettina Timm
Schnitt: Eric Asch
Schnittassistenz: Sophie Oldenbourg, Magdalena Winhart

Grafik: Bastian Bormke, Sebastian Reif (Motomoto)
Kartenanimation: Julian Giebelen
Colorgrading: Manuel Lebelt
Sounddesign: Christoph von Schönburg
Mischung: Christoph von Schönburg, Hubertus Rath
Musik: Jan Peter Schwalm

Produzenten: Bettina Timm, Alexander Riedel
Herstellungsleitung: Felix Lang
Produktionskoordination: Veronika Neuber

Redakteur: Martin Posselt, ARD-alpha
Leitung: Werner Reuß

[Pressestimmen]

Alexander Riedels Filme sind große Portraitkunst: feinnervig, intim, bewegend. Ob er die Mädchenfreundschaft in einer Flüchtlingsunterkunft dokumentiert (»Draußen bleiben«), dem Heimweh eines indischen Priesters beim Einsatz in Oberbayern nachspürt (»Gastarbeiter Gottes«) oder von unerfüllten Lebenserwartungen erzählt (»Morgen das Leben«): immer gelingt ihm faszinierende Nähe zu seinen Protagonisten, eine komplizenhafte, freundschaftliche, tief berührende Nähe.
So auch bei seinem neuen Projekt »Hey Uni« für ARD alpha: eine dokumentarische Serie, die fünf Studenten in München durch die ersten Semester ihres Studiums begleitet. 18 Folgen à 15 Minuten, die wöchentlich ausgestrahlt und im Internet präsentiert werden. Fünf Studenten, die in der Herausforderung des Studiums nach der eigenen Lebensspur suchen: Eine 19-jährige Studentin der Geowissenschaft, die schon Mutter ist. Ein in Indien geborener VWL-Student, der sich lieber mit Kumpels der Eröffnung einer Bar widmet. Zwei befreundete Medizinstudentinnen. Ein Kunstpädagogik-Student, der freier Künstler werden will. Das neue, auf ein jugendliches Publikum abzielende Doku-Serienformat geht Riedel auch mit neuer stilistischer Geste an. Er spielt mit Bildbearbeitungen wie in Video-Clips (Standbildfolgen, eingeblendete Schriften und Grafiken, Farbwechsel), unterlegt Technobeats, variiert die Montagerhythmen. Man spürt die Lust, mit der er das formale Styling betreibt, immer aber bleibt er damit seinen Protagonisten auf der Spur, schwingt sich in deren Gefühle und Stimmungslagen ein. Um die Überforderung und Langeweile während einer Vorlesung spürbar zu machen, bringt er keine erklärenden Statements bei, sondern zeigt den über Hinterköpfe wandernden Blick des Studenten. Es gibt impressionistische Passagen, die ungemein temporeich voranstürmen, dann nachdenkliche Momente, und schließlich das genaue Gespür für aufkeimende Konflikte. Eine spannende -Dramaturgie, die mühelos unsere Anteilnahme gewinnt.

Rainer Gansera

[Uraufführung]

49. Internationale Hofer Filmtage 2015

[Technische Daten]

Dokuserie / Deutschland / 2015

Länge: 18x15 min
Format: HD, 16:9
Sprache: deutsch
Produktion: Pelle Film für ARD-alpha

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